Frauen ab 45, Zielgruppe der Esoterik

http://www.gesund.co.at/gesund/themaderwoche/2008/tdw20-wunderheilung.htm

Das Geschäft mit der Gesundheit boomt ungebrochen und so auch immer mehr der Trend zu Esoterik. “Besonders Frauen in der Altersgruppe ab 45 Jahren sprechen auf esoterische Heilmethoden an. Speziell Menschen, die mit ihrer aktuellen Lebenssituation unzufrieden sind, oft auch Leute mit Problemen, beschäftigen sich mit übernatürlichen Phänomenen und auch immer mehr junge Menschen fühlen sich von Esoterik angesprochen. Das klassische Motiv ist die Suche nach Antworten”, erklärt Mag. Dr. Martin Felinger. Dabei gilt, je unzufriedener die Betroffenen mit ihrem Leben, desto eher praktizieren sie auch selbst esoterische Heilmethoden. Es existieren zahllose esoterische Praktiken wie Reiki, Wünschelrutengänge, der Glaube an Engel, Meditation, aber auch Tarot und die Zahl der Behandlungsmöglichkeiten nimmt stetig zu. Problematisch ist, dass es in diesem Bereich oft sektenähnliche Strukturen gibt, die zu seelischen Abhängigkeiten führen.

Die Aussage: “Am Anfang könnte sich Ihr Zustand verschlechtern.” oder “Es kann einige Zeit dauern, bis sich eine Wirkung einstellt”, sind ganz typisch, wenn mit einer esoterischen Methode begonnen wird.”, erklärt der Leiter der Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren im Interview mit gesund.co.at. Zudem sind bei den meisten Erkrankungen die Symptome gewissen Schwankungen unterworfen, leichte Besserungen im Krankheitsverlauf werden mit esoterischen Heilmethoden in Zusammenhang gebracht. So wird der Glaube an eine mögliche Heilung oft über Jahre hinweg aufrecht erhalten oder sogar verstärkt, auch wenn sich der Krankheitsverlauf verschlechtert.

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